Sprungnavigation Direkt zum Inhalt Direkt zur Hauptnavigation; Direkt zur Servicenavigation; Übersicht zu dieser Seite; Kontakt aufnehmen;

 rahmen top

Christus vivit

Pater Norbert Wientzek

Unter diesem Titel (auf Deutsch „Christus lebt“) erschien vor einiger Zeit ein Nachsynodales Schreiben von Papst Franziskus, adressiert an die jungen Menschen und an das ganze Volk Gottes.
Es ist nicht überall auf der Welt leicht für junge Menschen zu schreiben. Die Lebensbedingungen sind doch ganz unterschiedlich auf den verschiedenen Kontinenten und in den Ländern. Sogar innerhalb eines Landes sind die Unterschiede manchmal sehr groß. Jetzt in einem Dokument das alles zu berücksichtigen ist fast unmöglich, und auf der anderen Seite darf so ein Schreiben durch den Umfang ( Zahl der Seiten) die Adressaten nicht abschrecken. Ich möchte wenigstens einen Überblick schaffen und dann einige Sätze aus dem Schreiben zitieren.
Das Schreiben besteht aus 9 Kapiteln, die folgende Titel tragen:
- Was sagt das Wort Gottes über die jungen Menschen
- Jesus Christus ist immer jung
- Ihr seid das Jetzt Gottes
- Die große Botschaft f. alle junge Menschen
- Wege der Jugend
- Junge Menschen mit Wurzeln
- Die Pastoral der jungen Menschen
- Die Berufung
- Die geistliche Unterscheidung
Bei den Zitaten gebe ich die Nummer an und verwende dabei die Ausgabe vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz „Verlautbarungen des apostolischen Stuhls Nr. 218.
1.    Gott ist der Urheber der Jugend und in jedem jungen Menschen am Werk. Die Jugend ist eine gesegnete Zeit für den Heranwachsenden und ein Segen für die Kirche und die Welt. (135)
2.    Selbst wenn du Fehler machst, kannst du immer wieder aufstehen und neu anfangen. Niemand hat das Recht, dir die Hoffnung zu rauben. (142)
3.    Die Freundschaft ist ein Geschenk des Lebens und eine Gabe Gottes. Durch die Freunde reinigt der Herr uns und lässt uns reifen. (151)
4.    Das Christentum ist nicht eine Ansammlung von Wahrheiten, die zu glauben sind, und von Geboten und Verboten, die zu beachten sind…Das Christentum ist eine Person, die mich so sehr geliebt hat, dass sie meine Liebe verlangt. Das Christentum ist Christus. (156 Oskar Romero)
5.    Tatsächlich ist jeder Lebensabschnitt eine fortdauernde Gnade und besitzt einen Wert, der nicht vergehen soll. (160)
6.    Du musst entdecken, wer du bist und deine eigene Weise des Heiligseins entfalten, unabhängig davon, was andere sagen und meinen. Heilig zu werden, bedeutet ganz du selbst zu werden, der zu werden, den Gott träumen und erschaffen wollte, nicht eine Fotokopie. (162)
7.    Die Versöhnung mit dem anderen verlangt vor allem, in ihr den Glanz des Abbildes Gottes zu entdecken. In dieser Sichtweise ist es von lebenswichtiger Bedeutung, den Sünder von seiner Sünde und seiner Beleidigung zu unterscheiden um zur wahren Versöhnung zu gelangen. (166)
8.    Ein afrikanisches Sprichwort sagt: Wenn du schnell gehen möchtest, gehe allein. Wenn du weit kommen möchtest, gehe mit anderen. (167)
9.    Dies ist umso schlimmer, wenn die Berufung des Laien nur als Dienst innerhalb der Kirche begriffen wird (Lektoren, Akolythen, Katecheten etc.), und vergessen wird, dass die laikale Berufung vor allem die der Liebe in der Familie, der sozialen und politisch wirksamen Nächstenliebe ist. Das bedeutet, inmitten der Welt und Gesellschaft zu leben, um ihre verschiedenen Ebenen zu evangelisieren, um den Frieden wachsen zu lassen, das Zusammenleben, die Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die Barmherzigkeit, und so das Reich Gottes in der Welt zu verbreiten. (168)
10.    Deshalb müssen wir den Herrn um die Gnade bitten, dass wir lernen, geduldig zu sein, dass wir lernen, einander zu vergeben, dass wir lernen, jeden Tag wieder neu zu beginnen. (217)

Eine gesegnete Woche wünscht Ihnen
P. Norbert Wientzek SVD

17.217.338  Besucher seit 09.2009